Montag, 5. Oktober 2015

Ein Gruß für Oma


13

Ich erhöhe Juris Mückenstiche auf 13.


Gois


 Allem an im Boot, keiner ist raus gefallen, jedoch mein schuh

Heute sind wir in Gois. Ein kleines Dörfchen. Ganz ruhig und malerisch und gemütlich. Wir hören dass einige Geschäfte und Pensionen jetzt langsam zu machen. Über den Winter. Nix mehr los. Da wir weiter Richtung Norden und ins Landesinnere reisen, sollten wir vielleicht zu Planen beginnen. Mein portugiesisch wird langsam besser.\ Wanda redet mit dem Navigationsgerät, Tom scheint schön entspannt. Ich warte auf Juris obere Zähne, die sind bald durch. Juri macht so seins und meckert ordentlich wenn ihm jemand etwas weg nimmt. Die Portugiesen wuscheln gern die Köpfe der Kinder.

Höhlen, Sachsen und Heilige

Jeden Urlaub steigen wir in die Unterwelt ab, sind schon halbe Höhlenforscher. Witzig, Wandas Lieblingsbuch ist eins, in dem man Höhlen mit einer virtuellen Taschenlampe erkunden kann. Na in Portugal gibt es auch Höhlen, da mussten wir hinein. Die waren auch wirklich beeindruckend, mit riesigen Grotten und ganzen Flüssen. Alte Knochen und alle möglichen Gesteinsformen mit Namen gab es auch. Ein Paar Rentner-Sachsen trafen wir auch in der Höhle, die gleichen wie schon einen Tag eher im Eiscafé. Danach fuhren wir in den Pilgerort Fatima. Dort erschien um 1916 die Heilige Fatima drei Hirten Kindern mit Weissagungen des Friedens und des Untergangs des Kommunismus, oder so. Naja, seitdem pilgern jedes Jahr zum 13. Mai und 13. Oktober alle in diesen Ort. Der Papst ist auch manchmal hier. Vor ein paar Jahren ist er extra zu Janas Geburtstag hier gewesen und hat sie gegrüßt, da war sie schonmal im Land. Sie selbst hält sich für eine Reinkarnation von Fatima und versuchte allen Kindern Weissagungen zu machen, aber die haben nichts verstanden, typisch. Gewohnt haben wir natürlich bei Nonnen, das war sehr nett und wir haben wunderbar geschlafen. \jana schreibt: übrigens wollte ich am nächsten Tag unbedingt eine Nonne zeichnen, aber auch diese tauchten nicht mehr auf.


 Super-höhle mit Höhlenbewohnern

Wie die Fliegen

Seid ein paar Tagen reist eine portugiesische Fliege in unserem Auto mit. Meist sind auch ihr Kumpels schon da. Die portugiesischen Fliegen sind nicht so scheu und von kühlem nordischen Temperament wie die deutschen. Die hier heimischen Fliegen krabbeln lange auf deinem Arm wollen alles erkunden und kosten hier am Finger und da an der Nase. An Wandas Schnoddernase saß unser Kumpel heute gar unerhört lange. Ich würde sie als taktlos bezeichnen.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Farben

Das Meer, dass wir auch vom Balkon der Trick-Oma gesehen haben, verändert seine Farben besonders um den Sonnenuntergang. Kurz nachdem die Sonne versunken ist hat es eine Farbe, ein Schillern, dass ich nicht benennen kann. Ein bisschen Fischschwarm-Silbrig, ein bisschen Mint-grün gemischt mit Rosé und Azor. Ich frage mich, ob je ein Maler dies nur annähernd zu beschreiben vermochte.

der Omi trick

Wir sind, entgegen der Warnung unseres Reiseführers, nach Nazaré gefahren. Es sei eben eine Touristadt am Meer. Noch einen Tag am Meer dachten wir, bevor es ins Landesinnere geht. Dort sah ich auch gleich eine niedliche, uralte und in schwarzer Tracht gekleidete Omi mit einem Schild sitzen,sie hätte Zimmer.-mit Meerblick. Das hatte sie auch. Bis jetzt ist mir nicht klar ob die Omi auch hinter einer der Türen der Wohnung hauste. Jaja. Wir nehmen es. Jaja. Sie sind so alt und unschuldig, jaja. Und so süß. Das Ergebnis war ein nach Schimmel stinkendes Zimmer (mit ebensolchem im Bad) mit knarrenden Betten und heillos überteuert. Deren Bettlaken..ach, immer verrutschten, jeder von uns hustete. Alle außer Wanda schliefen schlecht und wünschten sich den Morgen herbei. Ich nehme mir vor dem Bann dieser niedlich scheinenden, knallharten Geiern zu widerstehen. Übrigens wollte ich die Omi trotz allem unbedingt am kommenden Tag zeichnen, doch sie hatte sich versteckt